Puerto del Carmen und Corralejo gehören zu den Urlaubszielen auf den Kanarischen Inseln, die man Erstbesuchern am ehesten empfehlen kann – allerdings sprechen sie unterschiedliche Urlaubstypen an. Puerto del Carmen ist der unkomplizierte, bewährte Klassiker auf Lanzarote: nah am Flughafen, gesäumt von langen Stränden, voller Restaurants und ohne große Planung einfach zu genießen. Corralejo an der Nordspitze Fuerteventuras ist landschaftlich reizvoller und naturnah: Dünen, türkisblaues Wasser, Surf-Vibe, Fähren zur Isla de Lobos und ein noch größeres Gefühl von Weite in der Natur.
Wer zwischen den beiden wählt, stellt sich weniger die Frage, welcher Ort „besser“ ist, sondern vielmehr, welche Art von Reise man buchen möchte. Puerto del Carmen ist meist die sicherere Wahl für einen entspannten Strandurlaub mit kurzen Transfers, einer großen Auswahl an Apartments und Hotels sowie verlässlichen Einkehrmöglichkeiten am Abend. Corralejo ist die bessere Wahl, wenn Ihr Traumurlaub aus weitläufigen Stränden, Bootsausflügen, Dünen, Wassersport, charmanten Ecken mit Boutique-Flair und einem etwas abenteuerlicheren Fuerteventura-Standort bestehen soll.
Kurzes Fazit: Puerto del Carmen oder Corralejo?
Wählen Sie Puerto del Carmen, wenn Sie den in diesem Vergleich unkompliziertesten Rundum-Urlaub suchen. Der Ort punktet besonders bei Kurztrips, ersten Kanaren-Reisen, Gruppen mit unterschiedlichen Altersstufen, einer großen Restaurant-Auswahl, einfachen Flughafentransfers sowie beim Tauchen und Schnorcheln rund um die Playa Chica. Zudem ist er ideal für Urlauber, die eine Unterkunft schätzen, die auch ganz ohne Mietwagen perfekt funktioniert. Die Hauptpromenade, die Playa Grande, Los Pocillos und Matagorda bieten Ihnen verschiedene Zonen mit jeweils eigenem Flair zwischen Trubel und Ruhe.
Wählen Sie Corralejo, wenn Sie sich einen Strandurlaub mit mehr landschaftlicher Dramatik wünschen. Der Ort bietet Restaurants, Bars, Geschäfte und Hafenflair, doch den wahren Unterschied machen der nahegelegene Naturpark Corralejo und die Grandes Playas aus: weisser Sand, türkisblaues Wasser, weite Horizonte und der Ausblick zur Isla de Lobos. Corralejo ist ideal für Paare, die aktive Tage schätzen, Familien, die Platz suchen, Reisende mit Interesse an Surf- oder Bootsausflügen sowie alle, die eine Kombi-Reise von Lanzarote und Fuerteventura planen.
Für viele Reisende gilt als Faustregel: Puerto del Carmen ist der unkompliziertere Ort, Corralejo die eindrucksvollere Landschaft. Wenn Sie einen viertägigen Trip buchen, mit nervösen oder müden Kindern reisen oder spät ankommen, gewinnt meist Puerto del Carmen. Bleiben Sie hingegen eine ganze Woche und sehnen sich nach Stränden, Fähren, Dünen und Entdeckerlaune, wird Corralejo äusserst verlockend.
Das Gefühl vor Ort: So ticken die Resorts
Puerto del Carmen zählt zu den etabliertesten Urlaubsregionen Lanzarotes. Einst ein Fischerdorf, ist es zu einer langen Küsten-Ferienzone herangewachsen. Seine Stärke liegt darin, dass alles nah beieinander liegt: Strände, Restaurants, Pubs, Geschäfte, Apotheken, Supermärkte, Fahrradverleihe, Tauchbasen und Taxistände. Es ist gewiss nicht der versteckteste oder bohnenhafteste Teil Lanzarotes, aber im Alltag äusserst praktisch.
Der Ort zieht sich eher in die Länge, als kompakt zu sein. Die Altstadt und das Hafengebiet wirken traditioneller und bieten am Abend eine besonders schöne Atmosphäre. Die Playa Grande und die Avenida de las Playas bilden den zentralen Ferienstreifen – perfekt für Erstbesucher, die alles direkt vor der Haustür haben möchten. Los Pocillos ist weitläufiger und offener, geht es gemütlicher an und bietet einen Strand, der sich hervorragend für lange Spaziergänge eignet. Matagorda ist ruhiger und liegt näher am Flughafen, was oft Stammgäste, ältere Reisende und all jene anspricht, die eine ebene Promenade und kurze Wege schätzen.
Corralejo hat einen anderen Rhythmus. Zwar bieten die Altstadt, der Hafen und die zentralen Strassen reichlich Gelegenheit zum Essen und Ausgehen, doch der Charakter des Ortes wird von seiner Umgebung geprägt: den Dünen im Süden, der vorgelagerten Insel Lobos, El Cotillo im Westen und der weiten Landschaft im Norden Fuerteventuras. Es fühlt sich weniger wie eine klassische Hotelzone an, sondern eher wie eine gewachsene Stadt, die sich an einige der fotogensten Strände der Kanaren schmiegt.
Im Zentrum kann es lebhaft zugehen – besonders rund um die Altstadt, den Platz Plaza de la Música und die Haupteinkaufsstrassen –, doch Corralejo ist keineswegs nur auf Nachtleben ausgelegt. Viele Urlauber nutzen den Ort als flexiblen Ausgangspunkt: morgens Strand, tagsüber Dünen oder Lobos, bei Sonnenuntergang Restaurants am Hafen und später vielleicht noch eine gemütliche Bar oder Live-Musik. Das passt zu Reisenden, die gerne Optionen haben, ohne in ein durchgeplantes Club-Schema gepresst zu werden.
Strände: Unkomplizierter Badespass vs. wilde Dünen und türkisblaues Wasser
Puerto del Carmens Strandangebot ist praktisch und abwechslungsreich. Die Playa Grande ist der Hauptstrand, gesäumt von Restaurants und Serviceangeboten. Sie ideal für alle, die einen klassischen Strandtag mit Sonnenliegen, Mittagessen in der Nähe und einem kurzen Rückweg zum Hotel verbringen möchten. Die Playa Chica nahe der Altstadt ist kleiner, aber dank ihrer geschützten Bucht und der Unterwasserwelt besonders bei Schnorchlern und Tauchern beliebt. Los Pocillos ist breiter und windiger, bietet mehr Platz und wirkt weniger überlaufen. Matagorda hat ein ruhigeres Tempo und zieht Urlauber an, die es gerne etwas beschaulicher mögen.
Deshalb lässt sich Puerto del Carmen so unkompliziert für Gruppen mit unterschiedlichen Bedürfnissen buchen. Der eine zieht Restaurants und Abendbars vor, der andere einen flachen Strandspaziergang, wieder andere wollen tauchen oder einfach nur schwimmen – und der Ort deckt all das ab, ohne lange Wege zu erfordern. Die Strände sind zwar nicht so wild oder visuell dramatisch wie Corralejos Dünenküste, aber für einen traditionellen Badeurlaub deutlich bequemer.
Corralejos Strände sind der Grund, warum sich viele sofort in Fuerteventura verlieben. Direkt im Ort gibt es kleinere Abschnitte, die praktisch für eine schnelle Abkühlung und entspannte Stunden mit der Familie sind. Südlich der Stadt bieten die Grandes Playas und die Dünen von Corralejo eine ganz andere visuelle Dimension: hellster Sand, türkisblaues Wasser, weites Himmelszelt und die vulkanische Silhouette der Isla de Lobos. Visit Fuerteventura beschreibt Corralejos Küste als neun Kilometer Strände, die von Dünen umrahmt werden – und genau diese Weitläufigkeit unterscheidet den Ort von Puerto del Carmen.
Der Haken an der Sache ist der Wind. Fuerteventura ist bekanntlich windiger, und Corralejos offene Strände können je nach Wetterlage frisch oder wellig sein. Das ist ein Traum für Kitesurfer, Windsurfer, Wellenreiter und alle, die eine aktive Meereskulisse lieben. Wer jedoch den perfekten, windgeschützten Liegentag mit Kleinkindern sucht, findet hier vielleicht nicht die ideale Umgebung. Familien können in Corralejo wunderbare Ferien verbringen, sollten aber die Wahl der Unterkunft und der Strände gut planen, anstatt von durchgehend ruhigem Badewetter auszugehen.
Flughafentransfers und Anreise
Puerto del Carmen hat einen riesigen Vorteil, was die Anreise angeht. Der Flughafen Lanzarote liegt ganz in der Nähe, und Aena listet diverse Busverbindungen, darunter Routen, die den Airport direkt mit Puerto del Carmen und Playa Blanca verbinden. Für viele Reisende – insbesondere aus Grossbritannien, Irland und dem europäischen Festland – macht dies Puerto del Carmen zu einer der unkompliziertesten Anreisen auf den Kanaren. Ein Taxi oder ein privater Transfer ist meist unkompliziert, und die kurze Distanz kommt Familien, Spätfliegern und Kurzurlaubern sehr entgegen.
Corralejo liegt weiter vom Flughafen Fuerteventura entfernt. Die Flughafen-Informationen von Aena verweisen für offizielle Busfahrpläne auf den Anbieter Tiadhe, und die öffentliche Anreise nach Corralejo erfordert meist einen Umweg über Puerto del Rosario statt einer einfachen Direktverbindung. Das macht Corralejo keineswegs unerreichbar, verlangt aber eine clevere Buchungsentscheidung. Wer mit Kindern, viel Gepäck, spätem Flug oder einer Villa ausserhalb des Zentrums anreist, fährt mit einem vorgebuchten Privattransfer oder einem Mietwagen in der Regel entspannter als mit dem Versuch, sich bei Ankunft durch den Busfahrplan zu kämpfen.
Geht es rein um den Bequemlichkeitsfaktor, gewinnt Puerto del Carmen diese Kategorie. Es ist näher, einfacher und wärmer zu empfehlen, wenn man kurze Transferwege schätzt. In Corralejo ist die Anreise zwar ebenfalls machbar, belohnt aber vor allem Reisende, die den Transport bereits vor der Landung durchgeplant haben.
Unterkünfte: Wo übernachten in Puerto del Carmen?
Die beste Gegend in Puerto del Carmen hängt davon ab, wie viel Abendleben, Strandnähe und Ruhe Sie sich wünschen.
Altstadt und Hafen: Ideal für Paare, Stammgäste und alle, die beim Abendessen mehr Charakter suchen. Hier geniesst man Hafenblick, Fischrestaurants, Bootstouren und ein etwas ursprünglicheres Flair als an der Hauptpromenade. Einige Unterkünfte liegen am Hang – prüfen Sie daher den Weg zu Fuss, falls Sie nicht gut zu Fuß sind.
Playa Grande und die zentrale Promenade: Perfekt für Erstbesucher, die es so einfach wie möglich mögen. Man ist nah am Hauptstrand, an Restaurants, Bars, Geschäften und Taxis. Diese Gegend ist extrem praktisch, kann aber lebhaft werden – wählen Sie die Lage mit Bedacht, wenn Sie lärmempfindlich sind.
Los Pocillos: Die beste Wahl für Familien und Reisende, die einen breiteren Strand, mehr Weite und ein ruhigeres Tempo suchen, ohne den Anschluss an den Hauptort zu verlieren. Ein toller Kompromiss, wenn Playa Grande zu trubelig und Matagorda zu ruhig erscheint.
Matagorda: Ideal für einen schnellen Flughafen-Zugang, entspannte Promenadenspaziergänge und ruhigere Apartment- oder Hotelaufenthalte. Das ist praktisch für ältere Gäste, Stammgäste und alle, die eine flache Flanierzone und unkomplizierte Transfers schätzen. Der Nachteil: Für abendliche Ausflüge in die Altstadt nutzt man eher das Taxi oder den Bus.
Wer Puerto del Carmen zum ersten Mal bucht und die Region noch nicht kennt, fährt mit einer Unterkunft zwischen Playa Grande und Los Pocillos am sichersten. Playa Grande bietet maximale Bequemlichkeit, Los Pocillos mehr Freiraum.
Unterkünfte: Wo übernachten in Corralejo?
Corralejo ist im Zentrum kompakter, bietet aber je nach Viertel ein völlig anderes Reiseerlebnis.
Altstadt und Hafen: Am besten geeignet für Restaurantbesuche, Fähren zur Isla de Lobos, Abendstimmung und einen fussgängerfreundlichen Aufenthalt. Eine starke Wahl für Paare, Freunde und Urlauber, die individuelle Lokale den grossen Hotelkomplexen vorziehen.
Zentrales Corralejo: Ideal für kurze Wege, Shopping, Bars und preiswerte Apartments. Praktisch für Erstbesucher, die fast alles zu Fuss erreichen möchten, wobei man die genaue Strasse auf ihre Lautstärke hin prüfen sollte.
Stadtstrände: Perfekt für Familien und Strandliebhaber, die dennoch nah am Restaurantgeschehen sein wollen. Diese Bereiche funktionieren auch gut ohne Auto, besonders wenn man Taxis oder Touren für Ausflüge nutzt.
Hotels an der Dünenstrasse und den Grandes Playas: Die erste Wahl für einen landschaftlich reizvollen Strandurlaub. Man ist ganz nah an den grossen Dünenstränden, allerdings etwas weiter vom abendlichen Trubel der Altstadt entfernt. Wunderschön für Paare oder Strandfans, die gerne ein Taxi oder den Mietwagen ins Zentrum nehmen.
Villen und Wohnviertel an der Peripherie: Ideal für viel Platz, private Pools und längere Aufenthalte, besonders in Kombination mit einem Mietwagen. Oft ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis für Familien oder Gruppen, allerdings sollte man die Laufwege genau prüfen. Was auf der Karte nah aussieht, kann in der Hitze oder bei Wind mühsam werden.
Für den ersten Corralejo-Urlaub ohne Auto sind die Altstadt, der Hafen oder die zentralen Strandlagen meist die beste Wahl. Wer einen reinen Strand- und Dünenurlaub mit Budget für Mietwagen oder Taxis plant, findet die Hotels an der Dünenstrasse besonders attraktiv.
Familien: Welcher Ort ist mit Kindern besser geeignet?
Puerto del Carmen ist mit kleineren Kindern meist unkomplizierter. Die Anreise ist kurz, die Promenade praktisch, es gibt reichlich Restaurants und man kann flexibel zwischen dem zentralen Trubel und ruhigeren Ecken wie Los Pocillos oder Matagorda wählen. Familien, die Selbstversorger-Apartments, vertraute Essensoptionen, Strandtage und minimale Planungsanforderungen suchen, werden Puerto del Carmen sehr zu schätzen wissen.
Los Pocillos ist oft die beste Zone für Familien, die sich etwas mehr Raum wünschen. Playa Grande ist vorzuziehen, wenn man alles direkt vor der Haustür braucht und sich an einer lebhaften Atmosphäre nicht stört. Matagorda eignet sich gut für jüngere Kinder, wenn man ruhige Abende und kurze Wege schätzt, könnte Teenagern jedoch zu langweilig sein.
Corralejo kann ebenfalls fantastisch für Familien sein – besonders mit Kindern, die Sand, Bootstouren, Strände und Action lieben. Fahrten zur Isla de Lobos, Spaziergänge in den Dünen, Surfschulen und Ausflüge nach El Cotillo machen den Urlaub abenteuerlicher als eine klassische Pauschalreise. Wichtig ist hier jedoch eine gute Planung: Wind, Wellen, längere Flughafentransfers und weiter auseinanderliegende Strände bedeuten, dass man die Unterkunft mit Bedacht auswählen sollte.
Für Kleinkinder und stressfreie Familienabläufe hat Puerto del Carmen die Nase vorn. Für grössere Kinder, aktive Familien und einwöchige Trips mit Ausflügen ist Corralejo oft die spannendere Wahl.
Paare: Entspannte Abende oder landschaftliche Abenteuer?
Paare, die Restaurants, Drinks, Strandspaziergänge und einen unkomplizierten Ausgangspunkt suchen, sind in Puerto del Carmen bestens aufgehoben – vor allem in der Altstadt oder in ruhigeren Bereichen des Zentrums. Es ist gewiss nicht Lanzarotes luxuriöseste oder abgelegenste Ecke, aber praktisch, gesellig und leicht zu geniessen. Ausserdem lässt sich der Aufenthalt hervorragend mit kurzen Mietwagen-Tagesausflügen zum Timanfaya, nach La Geria, an die Nordküste, zu den Jameos del Agua und zur Cueva de los Verdes kombinieren.
Corralejo passt besser zu Paaren, bei denen die Kulisse einen Grossteil zur Urlaubsstimmung beitragen soll. Dünen, der Blick auf Lobos, Abende am Hafen, das Surfer-Flair und Ausflüge nach El Cotillo sorgen für ein intensiveres Heimatgefühl auf Zeit. Über eine Woche hinweg fühlt sich der Urlaub hier oft abwechslungsreicher an, vor allem wenn man für ein paar Tage einen Wagen mietet oder Bootstouren bucht.
Wer ein unkompliziertes, restaurantreiches Paar-Wochenende mit kurzem Flughafenweg sucht, wählt Puerto del Carmen. Wer Natur, aktive Tage und das Gefühl sucht: „Wir haben gerade die Nordküste entdeckt“, entscheidet sich für Corralejo.
Nachtleben, Restaurants und Abendstimmung
Puerto del Carmen bietet das umfangreichere, klassischere Nachtleben. Entlang der Avenida de las Playas und rund um die Altstadt findet sich eine riesige Auswahl an internationalen Restaurants, Pubs, Cocktailbars, Live-Musik-Locations und familienfreundlichen Lokalen. Man kann einfach drauflos spazieren, ohne lange zu recherchieren – für viele ein grosser Pluspunkt.
Der Nachteil: Einige Abschnitte der Hauptpromenade wirken sehr touristisch. Das stört kaum jemanden, der eine unkomplizierte Urlaubsatmosphäre sucht; wer jedoch ein bodenständigeres oder individuelles Abendprogramm bevorzugt, weicht lieber auf die Altstadt, das nahegelegene Puerto Calero oder gleich auf eine andere Basis auf Lanzarote aus.
Corralejos Abende sind facettenreicher. Zwar gibt es auch hier reichlich Bars, zwanglose Restaurants und Live-Musik, doch die Altstadt und der Hafen verleihen dem Ort ein eigenständigeres Flair. Das ist ideal für Reisende, die gerne bummeln, Meeresfrüchte essen, kleinere Bars entdecken und den Abend flexibel gestalten möchten, statt an einer langen Partymeile hängen zu bleiben.
Geht es um reine Quantität und klassische Ferienauswahl, gewinnt Puerto del Carmen. Für einen entspannten Hafenabend mit individuellem Charme hat Corralejo die Nase vorn.
Ausflüge und Tagesaktivitäten
Puerto del Carmen ist einer der besten Ausgangspunkte für Ausflüge auf Lanzarote, da es zentral liegt und von vielen Touranbietern direkt angefahren wird. Die Klassiker sind der Nationalpark Timanfaya, das Weinbaugebiet La Geria, die Vulkanpiste rund um El Golfo und Los Hervideros sowie die Nord-Sehenswürdigkeiten von César Manrique wie Jameos del Agua, Cueva de los Verdes und der Mirador del Rio. Vieles lässt sich bequem per geführter Tour buchen – das spart Fahrstress und Ticket-Stress –, alternativ leiht man sich für ein bis drei Tage einen Wagen.
Ausserdem punktet Puerto del Carmen beim Tauchen und Schnorcheln, insbesondere an der Playa Chica. Wer Unterwasser-Aktivitäten sucht, findet hier eine Stärke, die über das übliche Strandresort-Angebot hinausgeht.
Corralejos Ausflugsmöglichkeiten sehen anders aus. Das unbestrittene Muss ist die Isla de Lobos, die laut Visit Fuerteventura per Boot von Corralejo aus erreicht wird und unter Naturschutz steht. Da für den Besuch eine Genehmigung erforderlich ist, sollte man dies im Voraus organisieren, statt auf gut Glück hinzufahren. Darüber hinaus ist Corralejo der perfekte Ausgangspunkt für die Dünen, die Grandes Playas, El Cotillo, Lajares, Surfstunden, Buggy-Touren und Erkundungsfahrten durch den Norden Fuerteventuras.
Wer strukturierte Sightseeing-Touren und berühmte Vulkan-Attraktionen sucht, ist in Puerto del Carmen besser aufgehoben. Wer Strände, Bootstouren, Dünen und aktive Tage an der frischen Luft bevorzugt, wählt Corralejo.
Braucht man einen Mietwagen?
Für einen unkomplizierten Urlaub in Puerto del Carmen ist ein Mietwagen keineswegs zwingend erforderlich. Der Ort ist in Abschnitten fussläufig, Taxis sind günstig und verfügbar, und der Flughafentransfer ist denkbar einfach. Dennoch lohnt sich ein Wagen für ein paar Tage, wenn man Timanfaya, La Geria, den Norden Lanzarotes, Papagayo, Famara oder die Manrique-Ziele flexibel entdecken möchte. Ein Mietwagen für die gesamte Woche ist meist nur dann sinnvoll, wenn man abseits des Zentrums wohnt oder die Insel intensiv erkunden will.
In Corralejo ist ein Mietwagen verlockender. Zwar kann man zentral wohnen, Taxis nutzen, Touren buchen und per Fähre nach Lobos übersetzen, doch Fuerteventura belohnt Entdecker auf eigene Faust. El Cotillo, die Nordküste, Lajares, Betancuria und abgelegenere Strände sind mit dem Auto deutlich einfacher zu erreichen. Liegt die Villa ausserhalb des Zentrums, wird aus dem Mietwagen schnell vom „schönen Extra“ zur praktischen Notwendigkeit.
Die einfachste Empfehlung: Wählen Sie Puerto del Carmen, wenn Sie keinen Mietwagen brauchen und trotzdem rundum versorgt sein möchten. Entscheiden Sie sich für Corralejo, wenn Sie zumindest für ein paar Tage einen Wagen mieten wollen oder gerne abseits des Ortes unterwegs sind.
Budget und Preis-Leistungs-Verhältnis
Beide Orte bedienen günstige, mittlere und gehobene Budgets, allerdings auf unterschiedliche Weise. Puerto del Carmen bietet ein riesiges Kontingent an Apartments, Aparthotels und etablierten Unterkünften, weshalb es leichtfällt, praktische Zimmer in guter Lage zu finden. Das kommt vor allem Selbstversorgern zugute, die Restaurants in der Nähe schätzen, aber auch Küche, Balkon und Strandnähe nicht missen möchten.
Corralejo bietet ebenfalls ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis – vor allem bei Apartments und Villen –, doch hier spielt die Lage eine grössere Rolle. Eine günstigere Unterkunft am Ortsrand erfordert womöglich zusätzliche Taxifahrten oder einen Mietwagen, während eine zentrale Wohnung den gesamten Aufenthalt vereinfacht. Hotels direkt an der Dünenstrasse kosten wegen der Traumlage oft mehr, während Altstadt- oder Innenstadthotels für Ausgeh-Fans das bessere Budget-Geld bieten.
Wer Preise vergleicht, sollte nicht nur auf den nackten Übernachtungspreis schauen. Rechnen Sie Transferkosten, Mietwagenbedarf, Taxis, Strandnähe und die Erreichbarkeit Ihrer Lieblingsrestaurants ein. Puerto del Carmen gewinnt oft beim Komfort-Budget. Corralejo gewinnt beim Erlebnis-Wert, sofern Sie die Dünen, Lobos, Surfspots, El Cotillo und die Nordküste auch aktiv nutzen.
Ideal für: Kurztrips, eine Woche oder Zwei-Insel-Trips
Für einen Kurztrip von drei bis fünf Nächten ist Puerto del Carmen meist die bessere Wahl. Der Flughafen ist nah, der Ort unkompliziert, und man kann sofort entspannen, ohne wertvolle Zeit mit Logistik zu verschwenden. Wer einen Ausflug plant, bucht den Timanfaya-Park oder mietet für einen Tag ein Auto. Die restliche Zeit verbringt man entspannt an Strand und Promenade.
Für eine volle Woche funktionieren beide Orte bestens. Puerto del Carmen bietet eine entspannte Basis auf Lanzarote mit hervorragenden Ausflugsmöglichkeiten. Corralejo punktet mit mehr landschaftlicher Strandvielfalt und einem tollen Rhythmus für Lobos, Dünen, Surfkurse und El Cotillo. Ihre Wahl sollte davon abhängen, ob Sie eher Vulkane und Kultur-Sightseeing oder wilde Strandlandschaften bevorzugen.
Für eine Reise über zwei Inseln hinweg wird Corralejo besonders interessant, da regelmässige Fähren zwischen Corralejo und Playa Blanca verkehren. Wer Lanzarote und Fuerteventura kombinieren möchte, findet in einer Aufteilung zwischen Corralejo und Playa Blanca (oder Puerto del Carmen) eine der einfachsten Routen, um unnötige Flug-Umwege zu vermeiden. Puerto del Carmen liegt zwar nicht direkt an der Fährlinie, ist aber nah genug an Playa Blanca, um Transfers oder Mietwagen-Routen problemlos zu planen.
Typische Buchungsfehler
Der erste Fehler besteht darin, Puerto del Carmen zu buchen, ohne die genaue Lage zu prüfen. Altstadt, Playa Grande, Los Pocillos und Matagorda fühlen sich an wie völlig verschiedene Urlaube. Ein Hotel, das perfekt zum Ausgehen ist, passt womöglich gar nicht zu einer ruhigen Familienreise, während ein friedliches Apartment in Matagorda für Nachtschwärmer zu weit ab vom Schuss liegt.
Der zweite Fehler ist, Corralejo rein wegen spektakulärer Strandfotos zu buchen und dann eine Unterkunft zu wählen, die nicht zum Plan passt. Die Dünen sind traumhaft, aber wer jeden Abend in der Altstadt essen möchte, will vielleicht nicht ganz im Süden untergebracht sein. Wer eine Villa sucht, sollte Laufwege und die Erreichbarkeit mit dem Taxi bedenken. Wer zur Isla de Lobos will, reserviert Genehmigungen und Bootstickets am besten vorab, bevor der Wunschtermin ausgebucht ist.
Der dritte Fehler ist, Wind- und Strandverhältnisse zu ignorieren. Sowohl Lanzarote als auch Fuerteventura sind Atlantikinseln, auf denen sich das Wetter schnell ändern kann, doch Fuerteventuras offene Küsten sind oft windiger. Das ist für aktive Urlauber wunderbar, sollte aber bei der Erwartung an windstille Badetage berücksichtigt werden.
Der vierte Fehler ist, Hotelpreise ohne Berücksichtigung des Transportbedarfs zu vergleichen. Puerto del Carmens kurzer Transfer kann ein etwas teureres Hotel schnell lohnenswert machen. Corralejos Abenteuer-Faktor macht den Mietwagen oft sinnvoll – aber eben nur, wenn man ihn auch nutzt.
Fazit und Empfehlung
Für den unkompliziertesten Ersturlaub auf den Kanarischen Inseln buchen Sie Puerto del Carmen. Es liegt nah am Flughafen, funktioniert bestens ohne Mietwagen, bietet eine Fülle praktischer Unterkünfte und ist stark bei Strandtagen, Restaurants, Kurztrips, Familien und Reisenden, die Ausflüge auf Lanzarote ohne komplizierte Planung geniessen möchten.
Für den landschaftlich reizvolleren und aktiveren Urlaub buchen Sie Corralejo. Es bietet die schönere Naturkulisse, direkten Zugang zu den Dünen und zur Isla de Lobos sowie ein noch echteres, abenteuerlicheres Fuerteventura-Gelaende. Es ist die bessere Wahl für Urlauber, die Strände nicht nur praktisch, sondern wild und eindrucksvoll erleben wollen und gerne Transfers, Mietwagen oder Bootstouren im Voraus planen.
Wer sich immer noch nicht entscheiden kann, stellt einfach die oberste Priorität an den Anfang. Wählen Sie Puerto del Carmen für Bequemlichkeit. Wählen Sie Corralejo für die Landschaft. Wählen Sie Puerto del Carmen für Kurztrips und unkomplizierten Familienurlaub. Wählen Sie Corralejo für eine Woche voller Strände, Fähren, Dünen und Entdeckungen an der Nordküste. Beide Orte garantieren einen grossartigen Kanaren-Urlaub – sie bieten Ihnen nur eine völlig unterschiedliche Art davon.